Batman v Superman: Dawn of Justice

Meine Rezension wird sich auf die Ultimate Editon beziehen, welche etwa 30 Minuten länger als die Kinofassung (die ich bisher noch nicht gesehen habe) ist. Angeblich wurden dadurch viele Handlungslöcher geschlossen.
Wer sich genauer über die Unterschiede informieren will, empfehle ich den Eintrag bei schnittberichte.com

Inhalt:

Der Millionär Bruce Wayne muss bei einem Besuch in Metropolis mit ansehen, wie Superman und General Zod bei ihrem Kampf große Teile der Stadt zerstören (zu sehen in Man of Steel). Schließlich wird dabei auch der Firmensitz von Wayne Enterprises vollkommen zerstört, wobei viele Mitarbeiter sterben oder schwer verletzt werden.

18 Monate später, Lois Lane befindet sich in Africa um ein Interview mit einem Warlord zu führen, welches nicht wie geplant verläuft. Nicht nur das die CIA Lois heimlich nutzt um den Aufenthaltsort des Warlord zu ermitteln, auch dessen Söldner wenden sich plötzlich gegen ihn, töten seine Anhänger und verbrennen die Leichen. Schließlich trifft Superman ein um Lois, mit welcher er oder besser gesagt Clark Kent inzwischen zusammen ist, zu retten. Durch falsche Zeugenaussagen sieht es nun so aus als ob Superman für die Toten verantwortlich ist. Dies wirft nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch im Senat die Frage auf: „Darf Superman eigenmächtig handeln?“

Der junge Unternehmer Lex Luthor, hält Superman ebenfalls für gefährlich und möchte daher ein radioaktives Mineral (Kyptonit), welches durch den Weltenwandler (Man of Steel) entstanden ist und in größerer Menge im Indischen Ozean gefunden wurde, einführen lassen. Dieses Mineral hat eine zerstörerische Kraft auf kryptonische Zellen und ist daher als Waffe gegen Superman geeignet. Gleichzeitig erhält er Zugang zu dem abgestürzten kryptonischen Raumschiff und für weitere Fotschungszwecke den Leichnahm von General Zod.

Clark Kent wird unterdessen auf die Fledermaus aus Gotham City „Batman“ aufmerksam. Er hält die Taten dieses selbsternannten Rächers für unmoralisch. Als Superman warnt er ihn daher, mit seinen Taten aufzuhören und sein Kostüm an den Nagel zu hängen.

Bruce Wayne alias Batman wird durch diese Warnung nur noch mehr in seinem Glauben bestärkt, dass Superman eine Gefahr für die Menschheit ist und aufgehalten werden muss. Als er auf einer Party von Lex Luthor versucht, dessen Daten zu klauen trift er nicht nur auf Clark Kent sondern auch auf eine geheimnnissvolle Frau, welche ihm die Daten wiederum klaut.
Auch sie sucht etwas in den Daten von Lex Luthor, kann jedoch da sie verschlüsselt sind, nicht darauf zugreifen, weswegen sie sie zurück gibt. Batman kann die Daten entschlüsseln und mit ihrer Hilfe das Kryptonit von Luthor stehlen. Auserdem entdeckt er, dass Luthor Informationen über verschieden Metawesen (Menschen mit besonderen Fähigkeiten) gesammelt hat. Zu denen gehört auch die Frau, Diana Prince scheint in den letzten 100 Jahren nicht einen Tag gealtert zu sein.

Lex Luthor vermischt inzwischen, in dem kryptonischen Raumschiff, sein Blut mit der Leiche von General Zod um eine krptonische Missgeburt (der Computer nennt es so) zu erschaffen. Gleichzeitig lässt er Lois Lane und Martha Kent entführen, erstere um Superman anzulocken und zweite um ihn zu zwingen Batman zu töten. Denn Luthor war es der die ganze Zeit im Hintergrund die Fäden gezogen hat und alle, insbesondere Bruce Wayne, gegen Superman aufgehetzt hat.

Eigentlich möchte Superman von Batman nur hilfe haben, doch wird er direkt von ihm angegriffen, so das es zum kampf zwischen beiden kommt, welchen Batman dank seiner Kryptonitwaffen schließlich für sich gewinnt. Erst als Superman ihn mit letzter Kraft darum bittet, er möge das Leben von Martha retten, hört Bruce zu. Den Martha war auch der Name seiner Mutter.

Während Batman Martha rettet, muss Superman sich der von Luthor erschaffenen Kreatur Doomsday stellen. Doch auch mit vereinten Kräften von Superman, Batman und der hinzugestosenen Diana Price alias Wonder Woman, ist die Kreatur nicht aufzuhalten. Erst mit Batman Kryptonitspeer, welcher von Superman in das Herz der Kreatur gestossen wird, kann es töten. Doch auch Superman verliert dabei sein Leben…

Auf der Beerdigung von Clark, beschließen Bruce und Diana ein Team aus Superhelden zusammen zu stellen, um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Rezension

Uffff….
Es passiert so viel in dem Film, teilweise gleichzeitig,  das ich jetzt gar nicht weiß wo ich anfangen soll.
Da ist es also, das zusammentreffen auf welches Fans schon seit vielen Jahren in einem Film warten. Batman und Superman, gegeneinander und auch nebeneinander. Doch damit nicht genug, mit Wonder Woman sind die drei Großen Helden vereint. Für Wonder Woman ist es sogar eine Premiere, es ist das erste mal das sie in einem Kinofilm zu sehen ist.

Ende der 80er startete DC zum ersten Mal, seine Comicbücher neu. Nach der Krise der Parallelerden hatten daher viele Superhelden/Schurken plötzlich eine andere Hintergrundgeschichte. Bei Superman änderte sich die Dreiecksbeziehung Clark Kent liebt Lois Lane, welche aber von ihm nichts wissen will, dafür aber von Superman, welcher ihr nicht sagen kann das er Clark ist.
Es ging jetzt eher in die Richtung, Lois hat interesse an Clark,welcher jedoch ihrer Meinung nach keine Beziehung mit ihr will da er immer wieder verschwindet. Clark will sie jedoch nicht noch mehr in Gefahr bringen und auserdem sicher sein, dass sie ihn und nicht Superman liebt, weswegen er ihr nicht sagen kann warum er immer wieder verschwindet. Irgendwann erfuhr sie es endlich und einer Beziehung stand nicht mehr im Weg. Schließlich war man in den Comics auch soweit das der nächste Schritt die Hochzeit der beiden wäre.
Doch startete zu diesem Zeitpunkt die Serie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark welche auch die Beziehung der beiden als Thema haben sollte und natürlich wollte man dieses Jahrhundertereignis, in beiden Medien mehr oder weniger gleichzeitg statt finden lassen. Daher mussten man sich für die Comics etwas überlegen, bis auch die Serie soweit ist. Scherzhaft meinte jemand, bringen wir ihn um und einiger Zeit später war der Handlungsbogen um das Monster Doomsday geboren. Nicht nur das damit keiner gerechnet hat, man konnte auch zeigen wie eine Welt ohne Superman aussieht.
Natürlich blieb er nicht lange Tod  und wer sich die letzte Filmsekunde anschaut, weiß das auch da etwas  geheimnissvoles mit seiner Leiche passiert.

Das man das ganze jetzt auch in einem Film thematisiert, gefällt mir sehr gut, auch wenn ich es etwas zu früh finde. Man kennt die Figur einfach noch nicht so gut (wie ich in meiner Men of Stell Rezension geschrieben habe, ist das ja nicht der Superman den man aus früheren Filmen/Serien kennt) um wegen seines Todes geschockt zu sein. Desweiteren wäre es in einem Superman Solo Film besser aufgehoben gewesen. Allerdings glaube ich zu verstehen warum, die Macher auch diese Story noch mit reingeqeutscht haben. Dazu nacher mehr.

Wo wir es allerdings gerade von der Beziehung Lois/Clark und der Serie haben, mal etwas was mir schon lange durch den Kopf geistert. Eine Folge der Serie beginnt damit, dass beide gerade einen Quickie hatten und Lois sich sorgen macht da sie nicht verhütet haben. Da Clarks Körper, mal abgesehen von den Kräften, wohl so wie ein menschlicher funktioniert, gehe ich mal davon aus das es auch beim Sex so ist. Beim Akt selber dürfte er auch noch genug Selbstkontrolle haben, doch wie ist es beim Orgasmus?
Laut dem Internet hat menschliches Sperma eine Geschwindigkeit von 17 km/h und es ist nichts was man(n) beinflussen kann, es wird einfach mit Kraft rausgepumpt. Superman ist hundertmal (wenn nicht mehr) stärker als ein Mensch. Müsste dann nicht so ein Reflex, um ein vielfaches stärker sein? Wenn ja müsste Lois ordentliche wenn nicht sogar tödliche Verletzungen davon tragen… (in der Serie Smallville wurde dieses Thema zumindest angeschnitten)
Wem das noch nicht Kopfkino genug ist, es ist kryptonisches Sperma, müsste es nicht auch seine Kräfte haben? Ich denke da insbesondere an das Fliegen (viel Spaß das Bild loszuwerden)
Ja, über solche Sachen denke ich wirklich nach, aber zurück zum Film.

Marvel hat eigentlich (fast) allen seiner Figuren einen eigenen Film spendiert, bevor man sie in einem gemeinsamen Film aufeinander treffen ließ. So konnte man die Figuren für sich kennen lernen und sich im gemeinsamen Film voll auf die Handlung konzentrieren und auch der Zuschauer wusste was er von den Figuren zu erwarten hat.
DC geht hier einen anderen Weg. In diesem Film werden vier wichtige DC-Charaktäre eingeführt, über die man noch nichst weiß und auch nicht viel erfährt. Wir werden einfach ins kalte Wasser geworfen, erfahren so gut wie nichts über die bewehgründe der Figuren.
Wie schon erwähnt, glaube ich den Plan der Macher erkannt zu haben, allerdings bin ich mir nicht sicher ob DC sich da einen Gefallen getan hat (wenn man sich die Zahlen anschaut eher nicht).

Man will uns Neugierig machen! Es gibt viele „Rätsel“ die zwar gestellt werden, aber nicht aufgelöst.

  • Warum hat sich Diana von der Menscheit abgewand und überhaupt was ist sie? (ich denke das erfahren wir dieses Jahr in ihrem Solo Film)
  • Was ist mit Wayne Manor passiert? Bei der Beerdigung von Bruces Eltern ist noch alles in Ordnung, zur Zeit Haupthandlung ist es nur noch eine Ruine)
  • Was hat es mit diesem Kostüm im Batcave, mit der Nachricht vom Joker, auf sich? (OK, weiß ich auch so)
  • Was hat es mit dem Traum vom Zeitreisenden Flash, der eigentlich kein Traum sein kann, auf sich? Wieso hatte Bruce die ganze Zeit recht? Was passiert mit Lois? War der andere Traum vielleicht auch keiner?
  • Wieso schwebt die Erde über Clarks Sarg?
  • Was ist das für eine Kreatur. die das kryptonische Schiff Lex Luthor gegen Ende zeigt? (weiß inzischen dass das der Bösewicht aus dem Justice League Film ist)
  • usw.

Ein Rätsel macht mich Neugierig, auch ein zweites weckt in mir den Wunsch, bald den nächsten Film zu sehen, um eine Auflösung zu bekommen. Wenn es am Ende jedoch zwanzig sind und ich für die Auflösung wiederum ein duzend Filme anschauen muss, bin ich nur noch frustriert!
Ähnlich dürfte es Leuten gehen, die sich kein bischen in der Comicwelt auskennen. Ich bin da auch kein Experte, habe aber ein solides Grundwissen. Ohne dieses hätte ich einige Teile des Filmes oder die Bewehgründe der Figuren, nicht verstanden. Klar macht man so einen Film für die Fans, die alleine reichen jedoch nicht um einen Film erfolgreich zu machen. Dafür braucht man auch die anderen. Daher sollte die Handlung und Nebenplots auch für diese verständlich sein…
Natürlich möchte man sich nicht nachsagen lassen, man hätte alles bei der Konnkurenz geklaut (ich denke aus das ist ein Grund für dieses, erste alle zusammen und dann einzeln), aber es täte dem Filmuniversum vermutlich verdammt gut, wenn man sich eine große Scheibe bei Marvel abschneiden würde. Auch die machen mit Anspielungen Lust auf den nächsten Film, jedoch immer nur 1-2 und meistens in einer Posctredit Szene.

In meinem Beitrag zu Men of Steel habe ich bemängelt, dass Superman bei seinen Kämpfen keinerlei Rücksicht auf die Umgebung nimmt. Genau diese Rücksichtlosigkeit und die damit verbundenen Toten, sind jetzt der Nährboden für Batmans Haß auf Superman…
Genial! Damit hätte ich nie gerechnet. Zusammen mit den ganzen Rätseln und Andeutungen, denke ich das die Macher, ähnlich wie Konkurrent Marvel, einen großen Plan haben, dieser nur nicht so ersichtlich wie bei Marvel ist. Doch habe ich auch meine Zweifel, ob wir je das Endresultat sehen werden.

Ein weiterer Punkt der auch Super umgesetzt wurde, ist das Kryptonit. Die bisherige Erklärung für seine Herkunft war, das Trümmer von Krypton auf die Erde gefallen sind. Supermans Kapsel hatte einen Hyper, Warp, Wurmloch, was auch immer Antrieb, durch diesen konnte er die große Entfernung zwischen Krypton und der Erde relativ schnell überwinden. Die Trümmer von Krypton hatten diesen Luxus jedoch nicht, sie würden je nach Entfernung hunderte, wenn nicht sogar tausende Jahre zur Erde brauchen.
Jetzt entstand es durch den Weltenwandler, als diese anfing die Erde zu einem neuen Krypton zu terraformen (also eigentlich kryptoforming). *daumenhoch*
Allerdings *daumendochnichthoch???*, entsteht dadurch wieder ein Problem. Nachdem Superman und Doomsday von der Atombombe getroffen wurde, schwebt der leblose und ausgemergelte Körper von Superman im All, erst als die Sonne hinter der Erde aufgeht und ihre Strahlen auf ihn treffen, regeneriert er sich. Es wird also noch einmal klar gemacht, seine Kräfte kommen von der Sonne. Diese hätte sich allerdings durch das terraforming nicht geändert. Am Ende hätte es ein neues Krypton gegeben, welches absolut tödlich für Kyptonier wäre…

Wo wir bei Kryptonit und ungereimtheiten sind, woher wusste Superman und auch Lois, dass Batman den Speer sucht? Gut, man kann drauf kommen, aber diese selbstverständlichkeit mit der Superman nachfragt…

Schauspieler

Henry Cavill ist Kal-El/Clark Kent/Superman
Viel neues gibt es nicht zu sagen. Man sieht ihn in diesem Film auch als „Reporter Clark Kent“ und so langsam gewöhne ich mich an ihn.

Amy Adams ist Lois Lane
Ich halte sie immer noch für eine gute Schauspielerin. In meinem Man of Steel Beitrag habe ich diese Lois gelobt, da sie sich nicht nur retten lässt sondern auch aktiv am Geschehen teilnimmt. Leider verfällt sie in diesem Film wieder in alte „Gewohnheiten“. Sieht man man von ihrer Reportertätigkkeit ab, bringt sie sich in Gefahr, lässt sich von Superman retten und steht sonst dumm daneben…

Ben Affleck ist Bruce Wayne/Batman
Adam West, Michael Keaton, Val Kilmer, George Clooney, Christian Bale, „David Mazouz“ und nun Ben Affleck. Komischerweise habe ich bei Batman noch nie Probleme gehabt, wenn andere die Rolle spielen.

Manchmal kann man eine tödliche Bombe einfach nicht loswerden

Ich vermute stark, dies liegt an meinem ersten Kontakt mit Batman. Das war nämlich der Film Batman hält die Welt in Atem mit Adam West. Der Film beruht auf die sehr trashige Batman Serie aus den 60er Jahren.

Ich muss zugeben, als bekannt wurde das Ben Affleck den neuen Batman spielen wird, hielt sich meine Begeisterung mehr als in Grenzen. Ich kann einige Filme nenen, in denen er mir Gefallen hast. Doch hat er bereits schon einmal einen Superhelden gespielt und als Marvels Daredevil konnte er mich nicht überzeugen.
Denoch wollte ich ihm eine Chance geben und seinen Auftrit neutral Beurteilen. Es ist jetzt sehr schwierig für einen Schauspieler, wenn große Teile seines Gesichtes bedeckt sind, Emotionen darzustellen. OK, Batman ist die meiste Zeit wütend, aber insbesonders dem Ende zu, kann man eine ganze Pallette an Gefühlen sehen. Bleibt noch seine Darstellung von Bruce Wayne, rein optisch stelle ich mir so einen Playboy vor. Ich persönlich finde daher seine Darstellung von Batman sehr gelungen.

Wie Batman allerdings dargestellt wird, hat mich beim ersten sehen sehr gestört. Batman benutzt keine Pistolen, nur Feiglinge benutzen so etwas. Diese Abneigung gegen Pistolen, dürfte daher rühren, dass seine Eltern vor einen Augen erschossen wurden. Doch was macht dieser Batman, er nimmt im Kampf seinem Kontrahenten die Pistole ab und erschießt weitere seiner Angreifer damit…
Womit wir bei Batmans Regel wären:

Mir ist natürlich klar, dass es bereits früher Tote (insbesonders in den Filmen) bei Batman gab, doch diese gab es während eines Kampfes. Hier plant er jetzt geziehlt, den Mord an seinem Gegner. Dazu Brandmarkt er die Ganoven, obwohl er genau weiß, dass dies ihr Todesurteil ist. Das ist nicht der Mann, welcher sein eigenes Leben riskiert um den Joker zu retten…

Dann sah ich den Film noch einmal und mir sind die vielen Andeutungen und Rätsel aufgefallen, die zusammengesetzt aufzeigen sollen warum er so handelt.
Wir haben es hier nicht mit einem Batman, der erst am Anfang seiner „Karriere“ steht zu tun, wie in den bisherigen Filmen. Der junge Bruce schwör sich am Grab seiner Eltern, seine Heimatstadt von der Kriminalität zu befreien, doch auch jetzt nach 20 Jahren als Batman, ist Gotham immer noch eine Hochburg des Verbrechens. Er sagt es im Film selber, er hat nichts erreicht, musste aber sehr herbe Rückschläge einstecken.
Das bereits angesprochene Kostüm, zeigt das Batmans größte Niederlage (von Batman so genannt) im Filmuniversum statt gefunden hat. Der Tod des zweiten Robin Jason Todd, welcher vom Joker umgebracht wurde (eigentlich waren es die Comicleser, da sie entscheiden durften ob er stirbt oder überlebt). Batman macht sich nicht nur Vorwürfe weil er ihn nicht retten konnte, sondern auch ihn überhaubt zum Robin ausgebildet zu haben, anstatt ihm bei seinen Problemen zu helfen.
Auch das zerstörte Wayne Manor (vielleicht Ra’s al Ghuls Werk???) hat bestimmt etwas mit seiner Arbeit als Batman zu tun.
Dazu noch das er seine Mitarbeiter nicht schützen konnte und diese ihm deswegen, wie sich herausstellt eine Manipulation von Lex, Vorwürfe machen.
All das führte dazu, dass er seine Prinzipien vergass. Er sagt es selber zu Alfred, als diese ihn darauf aufmerksam macht das Superman nicht böse ist. Wieviele sind sich treu geblieben?
Ich gehe stark davon aus, dass der Batman Solo Film (um den es im Moment gar nicht so gut aussieht) diesen „Verfall“ zeigen wird. Ich halte es dennoch für einen Fehler, dies nicht zuerst zu zeigen, womit wir wieder bei neugierig machen wären…

Dennoch Batman wäre sich treu gebleiben, egal wieviel Rückschläge er einstecken musste! Auserdem, er ist der weltbeste Detektiv. Er hätte es bemerkt, wenn er über Monate manipuliert worden wäre.

Gal Gadot ist Diana Prince/Wonder Woman
Cathy Lee Crosby, (Ellie Wood Walker, Adrianne Palicki) und Lynda Carter obwohl die Comic Reihe zu den erfolgreichsten gehört, scheint man nie großes Vertrauen in diese Figur was Filme und Serien angeht gehabt zu haben. Ein Fernsehfilm und ein Jahr später eine Serie, ist alles was nicht Comic Leser je von ihr zu sehen bekammen. Vor ein paar Jahren sollte dann eine neue Serie folgen, der Pilot wurde gedreht aber nie gezeigt. Erwähnenswert vielleicht auch noch, das die Macher der 60er Jahre Batman Serie, damals auch versucht haben den Sender von einer Wonder Woman Serie (in der selben Machart) zu überzeugen. Aber auch daraus wurde nicht, ob es daran lag das die Heldin eine Frau ist?

Als bekannt wurde wer Wonder Woman spielen wird, war mein Gedanke, eine wunderschöne Frau aber figurlich nicht das was ich mir unter einer Amazone vorstelle. Es wurden die ersten Bilder in ihrem Kostüm veröffentlicht, die haben mir zwar auch gefallen, aber immer noch nicht das was ich mir unter Wonder Woman vorgestellt habe. Dann sah ich den Film und am Anfang ist sie nur als Diana Prince zu sehen. Wie gesagt eine hübsche Frau und dieses Abendkleid auf Lexs Party steht ihr ausgesprochen gut. Doch schließlich steigt sie als Wonder Woman in den Kampf ein… WOW ich bin verliebt! Ich freue mich richtig auf den diesjährigen Wonder Woman Film mit ihr 🙂
(ein ähnliches Phänomen hatte ich bei der Supergirl-Serie, auch die konnte mich erst überzeugen als ich sie im Kostüm in Action gesehen habe)

Unsichtbarere Jet, goldenes Lasso, Amazonen Prinzessin, da hört mein Wissen über Wonder Woman schon mehr oder weniger auf.

Jesse Eisenberg ist Lex Luthor
Gene Hackman, John Shea, Michael Rosenbaum & Kevin Spacey alle haben schon den glatzköpfigen Superschurken gespielt. Tja und nun Jesse Eisenberg…
Ich liebe den Film Zombieland, in welchem er die Hauptrolle spielt. Aber als Lex Luthor – Ne das geht gar nicht!
Er sieht einfach viel zu Jung aus und auch dieses kindliche Verhalten trägt nicht dazu bei, in ihm Supermans Erzfeind zu sehen.

Als das DC Universum zum ersten Mal neu gestartet wurde, dürfte Lex Luthor die auffälligste Veränderung in den Superman Comics durchgemacht haben. War er früher ein polizeilich gesuchter, hochinteligenter Wissenschaftler, wurde aus ihm ein geachteter, schwerreicher Geschäftsmann. Hier scheinen wir es nun mit einer Mischung aus beiden zu tun zu haben.
Wie bereits erwähnt, dieses kindliche Verhalten passt einfach nicht zu meinem Bild von Lex Luthor. Dieser tritt immer Seriös und zielstrebig auf. Am meisten stört mich aber, dass wir nicht erfahren warum er Superman als Feind sieht. In den bisherigen Versionen war es immer klar, hat seine Pläne vereitelt oder sie nicht kaufen lassen und ist daher eine Gefahr für seine zukünftigen Machenschaften.
Es ist  auch das einzige was mir logisch erscheint, da er ja auch Batman los werden möchte und desweiteren Daten über andere Metawesen sammelt. Er plant also etwas großes und möchte alle die ihm gefährlich werden könnten los werden. Schön wäre es dennoch, wenn diese Theorie im Film betätigt worden wäre. Irgendwie macht es dann allerdings keinen Sinn, ein Monster zu erschaffen welches gefährlicher und unberechenbarer ist. oder gehorcht es ihm, nur weil es auch aus seinem Blut hergestellt wurde?

Auch das nicht wirklich geklärt wird, woher Lex die Geheimidentitäten der Helden kennt, stört mich. OK, bei Superman ist das kein Problem, so oft wie Lois seinen Namen schreit obwohl er sein Kostüm trägt, aber bei Bruce dürfte es nicht so einfach gewesen sein.

Alles in allem kann ich diesen Lex nicht ernst nehmen…

Jeremy Irons ist Alfred Pennyworth
Alan Napier, Michael Gough, Ian Abercrombie, Michael Caine & Sean Pertwee sind schon in die Rolle des treuen Butlers geschlüpft. Jeremy Irons ist mir am ehestens noch aus Stirb Langsam in Erinnerung und in diesem Film hat er leider nicht viel zu tun. Hoffe das sich das in dem Batman Solofilm ändert.

Nur eine Nebenfigur, doch eigentlich ist Alfred die wichtigste Person im Batman Universum. Er ist der menschliche Faktor von Batman, manchmal sogar sein Gewissen, Leider höhrt Batman viel zu oft nicht auf ihn. Dennoch ist Alfred immer wieder für ihn da.

Ezra Miller ist The Flash
John Wesley Shipp und zur Zeit Grant Gustin, spielten schon Barry Allen den schnellsten Mensch der Welt. (Jaaaa, Kyle Gallner hat in Smallville Flash gespielt, dies war jedoch Bart Allen und nicht Barry Allen, also ein anderer Flash).
Ich kenne den Schauspieler nicht und er ist im Film auch nicht wirklich zu sehen.

Einigen denken es ist Batman, andere Superman, doch ist der Barry Allen Flash mein Lieblingssuperheld. Superschnell, kann durch Wände laufen, in andere Dimensionen und sogar durch die Zeit reisen und hat dabei immer einen lockeren Spruch auf den Lippen.
Daher freue ich mich schon auf den Solo-Film und seinen Auftritt im Justice League Film. Es wird zwar in diesem Film nicht expliziet erwähnt, dass es sich um Barry Allen handelt, aber dem Internet sei danke wissen wir es schon.

Ich rede die ganze Zeit vom Barry Allen Flash, daher vielleicht mal als als Erklärung, Flash ist nicht gleich Flash. Flash war der erste Superheld, von dem es eine neue Version gab. Also kein Neustart, sondern eine komplett andere Person, mit teilweise unterschiedlichen Kräften. Bisher gibt es insgesammt vier verschiedene Flashs, wobei Barry Allen der zweite war.

Jason Momoa ist Arthur Curry/Aquaman
In der Serie Smallville wurde er von Allan Ritchson gespielt, ansonsten war Aquaman noch nie wirklich im Film/Serien zu sehen, was einen Grund hat:

Aquaman ist Scheiße!

wie es Raj in The Big Bang Theory so treffend sagt. Hey schaut mich an, ich kann mit Fischen reden „BlubBlubBlub“. Wer will schon so eine Kraft?

Jason Momoa kenn ich als ScFi-Fan natürlich aus Stargate Atlantis und auch aus Games of Thrones. In beiden Fällen hat er eher den rauhen wilden Kämpfer gespielt, was auch gut zu ihm passt. Sein Aquaman scheint genauso zu werden, bin mal gespannt.

Ray Fisher ist Victor Stone/Cyborg
Ich kenne weder den Schauspieler noch die Figur Cyborg besonders gut.

Fassen wir zusammen:
Ähnlich wie bei Man of Steel, habe ich große Erwatungen an den Film gehabt und wieder wurden diese nicht erfüllt…
Nachdem ich ihn mir für diese Rezession noch einmal angeschaut habe, hat es sich etwas gebessert, aber dennoch wurde einfach zu viel Falsch gemacht in diesem Film.
Während ich an diesem Text geschrieben habe, wurde die Goldene Himbeere verliehen und dieser Film war der volle Abräumer. Nicht nur das er in fast alle Kategorien nominiert war, er hat sie auch direkt viermal abgeräumt. Unter anderem für das schlechteste Drehbuch.
Jain, insgesammt sind alle drei bis vier Drehbücher von der Grundgeschichte gar nicht so übel. Der Fehler war nur, dass man wohl Papier sparen wollte und daher alles auf die selben Seiten gedruckt hat. Der Regisseur hat diesen Fehler nicht bemerkt und daher alles in einen Film gequetscht. Wer der Fehler aufgefallen und wir hätten die Filme, Superman gegen (einen anderen) Lex Luthor, Superman gegen Doomsday, Batman gegen Superman und Batman auf abwegen für sich alleine gesehen, wäre dies bestimmt einige Stunden gute Unterhaltung gewesen 🙂
Weniger ist eben doch manchmal mehr..

Wir haben also ein viel zu voll gepacktes Drehbuch, dazu eine der Schlüsselrollen mehr als unpassend besetzt, zweitausend Rätsel und Andeutungen die einen nur frustrieren…
Ich bleibe dabei, DC sollte sich ein paar Scheiben von Marvel abschneiden. Denen gelingt es eigentlich immer sehr gut die Balance zu finden, um sowohl Fans, als auch nicht Fans anzusprechen. Bei DC ist das nichts halbes und nichts ganzes!
Lutigerweise nur bei Filmen, bei den Fernsehserien ist es eher andersherum, da sind die welche auf DC Comics beruhen erfolgreicher als die von Marvel.

Daher liebe Leute von DC, geht zu den Machern eurer Serien und holt euch da ein paar Tipps wenn ihr Marvel nicht gänzlich kopieren wollt. Oder noch besser, vergesst einfach diese Kinoversionen der Helden (bis auf Wonder Woman, die sieht einfach zu gut in ihrem Kostüm aus) und macht mit den Serienhelden ein paar Filme. So etwas in Richtung des Invasion Crossover (ist zwar kein Film hätte aber auch eine Rezession verdient), welches letztes Jahr lief, nur eben mit einem Kinobudget. Obwohl, da wären wir ja wieder bei Marvel, da hier Filme und Serien im selben Universum spielen und damit aufeinander Einfluss nehmen.
Andererseits ist das DC Serienuniversum ein Multiversum und die Macher haben schon mal gesagt es ist nicht auszuschließen das auch das Filmuniversum zu diesem Multiversum gehört und die Figuren mal aufeinander treffen. (Was meine Meinung nach aber finanziell nicht machbar sein wird und einfach nur gesagt wurde um den Fans Hoffnung zu machen).

Ich schreibe an so einen Artikel meistens ein paar Tage, an diesem jetzt schon Wochen… Nicht weil es mir schwer fällt, sondern mir einfach die Zeit gefehlt hat. Es ist einfach schön, wenn auf der Arbeit ein neues Computerprogramm eingeführt wird, welches nur so vor Fehlern strotzt, so dass man seine Arbeit nicht erledigen kann. Die Chefetage zwar bei Gesprächen einen auf Vertsändnissvoll macht und versichert kein Druck  zu machen, aber am Freitag dennoch alles erledigt haben will…
Nachdem der Artikel jetzt mehrer Wochen geruht hat, habe ich ihn nun noch einmal gelesen und habe eigentlich fast alles gesagt was ich sagen wollte. Allerdings etwas unlogisches darf nicht fehlen 😀

Lex Luthor hat etwas, was Wonder Woman gehört und sie zurück haben will.
Ein Foto – welches Digital ist – ????
Echt jetzt? Sie möchte ihr Foto zurück und klaut daher die Daten. Meine Liebe, ich würde es ja verstehen, wenn du nun eine Akte geklaut hättest wo das Original oder das Negativ drinnen ist. Aber nur weil du nun eine Kopie der Daten hast, bedeutet es nicht das Lex das Bild nicht mehr hat. Es sei den Bruce hat die Daten nicht nur kopiert, sondern auch gleich gelöscht. Davon gehe ich allerdings nicht aus, da er ja nicht wollte das Lex etwas davon mitbekommt und womöglich seine Pläne ändert.
Die einzige Erklärung wäre noch, es geht nicht darum das Lex es hat, sondern sie will es als Erinnerung für sich ausdrucken. Kann ich mir allerdings nicht so recht vorstellen…

Also fassen wir noch einmal zusammen, ein viel zu überladenes Drehbuch, eine Schlüsselrolle Fehlbesetzt, die anderen dafür relativ gut, zuviele ungelöste Rätsel…
Leider hat mich auch der zweite Film des DC-Universums sehr enttäuscht, vielleicht sollte ich einfach mit weniger Erwartung an diese Filme gehen.

Punkte? Ne, ich glaube das lasse ich in vorerst mal, bis ich mir ein zu mir passendes überlegt habe 🙂 Aber eine Umfrage darf natürlich nicht fehlen.

Wer ist der beste Batman?
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Resident Evil: The Final Chapter

In meinen zweiten Eintrag geht es um einen aktuellen Film, daher direkt auch eine Spoiler Warnung. Ich werde auch auf Details des Filmes eingehen, wer sich also überraschen lassen will, sollte nicht weiter lesen. Zumindest nicht ab der Stelle wo ich noch einmal drauf hinweise.


„Guns N‘ Roses – Paradise City“ geile Musik…

Inhalt:

Nach dem Kampf in Washington, den augenscheinlich Alice als einzige überlebt hat, erfährt sie von der Red Queen, dass Umbrella in Kürze die letzten 4.000 überlebenden Menschen auslöschen will. Nur ein von Umbrella entwickelter, über die Luft übertragbarer, Antivirus kann die Menschheit noch retten. Dieser befindet sich im Hive bei Raccoon City.

Alice hat genau 48 Stunden dahin zurückzukehren, wo vor 10 Jahren alles begann. Unterwegs muss sie nicht nur Untote, Monster und totgeglaubten Feinde bekämpfen. Sie trifft auch auf alte und neue Verbündete. Im Hive werden nicht nur die Pläne von Umbrella enthüllt, sondern auch Details aus Alice Vergangenheit…

Rezension

Der Hauptgrund für mich diesen Film zu sehen – Milla Jovovich.
Eine Frau für die ich schon seit meiner Kindheit (so etwa 11-12 Jahre alt) schwärme und von der ich tatsächliche jeden Film/Serienauftritt kenne (und wenn auf DVD/Blu-ray veröffentlicht, auch besitze). Seit mir also nicht böse wenn ich hin und wieder etwas ins schwärmen gerate und ich kein schlechtes Wort über sie sage 🙂

Grundsätzlich weiß man was einen in einem Resident Evil Film erwartet, jede Menge Action, Zombies und andere Monster und man wird nicht enttäuscht. Die ruhigen Momente kommen sogar etwas zu kurz, es vergeht fast kein Augenblick wo nicht gekämpft oder gerannt wird. Ich muss allerdings direkt den Schnitt einiger Action-Szenen bemängeln, da dieser einfach zu rasant ist. Im Sekundentakt Schnitte, nach einer Weile fangen die Augen an weh zu tun und Kopfschmerzen meldeten sich. Da wären längere ruhige Momente hilfreich gewesen. Ich bin zum Glück keiner und kenne mich daher nicht so aus, aber nach dem was man so hört dürfte es nichts für Epileptiker sein.

Was die Story angeht, Naja es ist ein Resident Evil Film, da erwarte ich nicht viel. Auf ein paar Details werde ich nachher im Spoiler Teil eingehen. Was die Charaktere angeht, die Hauptpersonen sind eigentlich alle aus den früheren Teilen bekannt und bleiben sich treu. Die Neuen überleben nicht lange genug, um überhaupt interessant zu werden.

Sehr schade (aber dennoch auch hoffnungsvoll) finde ich es wird als das letzte Kapitel angekündigt, dennoch lassen sie eine Hintertür offen, welche einen weiteren Teil ermöglichen würde. Würde mich zwar über noch mehr Milla freuen, aber ein wirklicher Abschluss wäre mir lieber.

3D

Mir war es sehr wichtig den Film im Kino zu sehen, denn ich werde mir garantiert wieder die 3D Blu-ray kaufen, habe aber immer noch keine Möglichkeit es zuhause auch in 3D zu schauen. Da ich allerdings schon im letzten Teil im Kino war und da von den 3D Effekten begeistert war, wollte ich wissen, ob es wieder so ist. Insbesondere da, der Film dieses mal in 2D gedreht und erst im Nachhinein konvertiert wurde.
Es ist schon fantastisch wie sich das in den letzten Jahren verbessert hat. Vor 7–8 Jahren konnte man die Szenen, in denen man das Gefühl hatte das etwas tatsächlich vor der Leinwand ist, noch an einer Hand abzählen und es waren eigentlich immer Szenen ohne Schauspieler, die eindeutig am Computer entstanden sind. Heute meint man teilweise, man müsse nur den Arm ausstrecken und könnte die Schauspieler berühren (oder auffangen, wenn sie auf einen zu geschleudert werden). Leider sind genau diese Szenen, vom Gefühl her weniger, als im letzten. Dafür hat mich etwas anderes beeindruckt. Eigentlich durchgängig hatte man das Gefühl, man würde tatsächlich daneben stehen. Ich war relativ lange in keinem 3D Film mehr und aus den bisherigen kannte ich es zwar, dass Objekte weiter hinten wirkten aber eigentlich immer nur auf zwei Ebenen, wobei die hintere wieder nur wie 2D wirkte. Am besten zu vergleichen, als wenn man sich ein paar Kulissen vor den Fernseher stellt.
Hier gab es jetzt tatsächlich mehrere Ebenen, man also tatsächlich richtige Abstände nach hinten hatte. Muss in nächster Zeit mal wieder in ein paar gehen, ob es inzwischen in allen so ist.

Kritik/Spoiler

Jetzt komme ich zu den Teil wo ich auf einige Details eingehen werde und daher auch das ein oder andere verrate. Ab Schauspieler kann man wieder mehr oder weniger Gefahrlos weiter lesen.

Als man im vierten Teil Alice ihre Kräfte genommen hat, habe ich es für eine gute Entscheidung gehalten, da mich diese Superkräfte die ganze Zeit gestört haben. Als Wesker ihr sie dann, in der letzten Szene des fünften Teil, wieder gegeben hat, hielt sich meine Freude daher in Grenzen…
Doch die Macher scheinen es auch erkannt zu haben, den in Wahrheit hat sie ihre Kräfte gar nicht zurück bekommen. Yes, ich sehe es einfach lieber wenn Milla ihre Gegner auseinander nimmt, als einfach nur mit ihren telekinitschen Kräften herumspielt. Also eine super Entscheidung, den mit ihren Kräften hätte sie diese Zombiearmee einfach vernichten können.
Das ihr allerdings die Finger abgeschnitten werden, geht gar nicht! Arme Milla…

Die Kampfszenen sind natürlich wieder super. In einem Moment hängt sie noch hilflos und unbewaffnet da und wird umzingelt. Im nächsten liegen alle Tod da und sie geht ihrer Wege.

Die Kulissen (kann man da eigentlich von Kulissen reden, gehe davon aus das 90% am Computer entstanden sind) sind auch beeindruckend. Egal ob es sich um das zerstörte Washington oder das von einer Atombombe weggebomte Raccoon City (wobei ich da eigentlich mehr Zerstörung erwarten würde), beides sieht sehr real aus. Das betrifft auch die Monster, eindeutig kein Japaner in einem Gummikostüm *hierbitteeinenGodzillaSchreivorstellen*

Ungereimtheiten gibt es leider auch wieder und zwar mehr als ich aufzählen kann, aber zumindest ein paar dürfen nicht fehlen.
Im letzten Teil sah es so aus, als ob die Red Queen inzwischen Umbrella leitet und Alice festhält. Wesker leitet den Widerstand der Menschheit und setzt alles daran Alice aus diesem Umbrella Komplex heraus zu holen. Jetzt plötzlich war das alles nur eine Falle von Wesker, er will im Auftrag von Umbrella die Menscheit vernichten und die Red Queen sie retten. Wieso macht er sich überhaupt die Mühe, Alice nach Washington zu holen, nur um sie zu töten? Aus dem Komplex wäre sie ohne seine Hilfe nicht herausgekommen und er hätte sie dort einfach töten können…

Es gibt also schon immer ein Antivirus, welches Umbrella nach der absichtlich herbeigeführten Apokalypse freisetzen will, damit die in Sicherheit gebrachte Firmenführung gefahrlos eine neue Gesellschaft aufbauen kann. Das ganze passt überhaupt nicht zu den Ereignissen aus dem dritten Teil. Hier forscht Dr. Isaacs (welcher jetzt plötzlich ein Klon des Umbrella Chefs war) an einem Antivirus, damit die Führungsriege, wieder aus ihren unterirdischen Komplexen kann. Nun ist die Führung die ganze Zeit bereits eingefroren. Und warum soll man überhaupt Ressourcen verschwenden und diesen Klon an etwas forschen lassen, was es schon lange gibt. Ist ja nicht so das man noch Öffentlichkeitsarbeit betreiben muss…

Alice war also schon immer ein (gesunder) Klon von Alicia. Die Tochter des Firmengründers und Entdecker des T-Virus. Damit wollte man uns überraschen. Ich kann jetzt nicht sagen ob es an der deutschen synchronisation lag, aber nicht gelungen. Auch wenn man sie nur von hinten gesehen hat, war das eindeutig Millas (oder besser gesagt Meret Beckers) Stimme wenn sie sprach… Überhaupt warum sollte man sie klonen? Zu der Zeit hat Umbrella noch kein Personalproblem und es ist ja nicht so das Alice, im Gegensatz zu den anderen Klonen, Umbrella treu ergeben ist.

Ich bin jetzt kein Arzt, aber die Funktionsweise des Antivirus stört mich. Wir haben eine Flasche voll und die reicht um sich über den ganzen Planeten zu verbreiten. Dass es nur ein paar Sekunden dauert um alle Zombies in Umkreis zu töten, fällt mir schon schwer zu glauben, aber gut. Nur irgendwie muss sich der Antivirus ja reproduzieren, ansonsten kann er einfach nicht für den Planeten reichen! Oder kann sich ein Virus einfach so, ohne Wirtskörper, in der Luft reproduzieren?

Überhaupt was soll das mit dem Countdown? In letzter Minute kann sie den Antivirus freisetzen. Schön, damit wären die paar Menschen die in der Nähe von Raccoon City waren gerettet. Doch auf die anderen menschlichen Siedlungen, würden weiter Zombieherden zurennen. Zum Glück kann sich die Red Queen nach dem Dr. Isaacs gestorben ist, sich selber wieder hoch fahren (tolles Programm, HILFE) und den Angriff stoppen.
Was interessiert es Dr. Isaacs eigentlich groß, dass Alice den Antivirus freisetzen will. Es war doch sowieso geplant und die paar Menschen die bei Raccoon City überlebt hätten, könnte man auch später noch töten. Oder noch besser so einen Kontroll“Käfer“ auf die Brust setzen und als Arbeitskraft einsetzen. Nein er muss da hoch und sich umbringen lassen, wodurch sein Plan scheitert.

Was ist eigentlich mit den Las-Plagas-Zombies die im letzten Teil eingeführt wurden? Zumindest in den Spielen haben die nichts mit dem T-Virus zu tun, müssten also eigentlich „überleben“.

Wollte Doc nicht die Sprengsätze von den Kryokammern der Führungsriege entfernen, wieso steht er dann Minuten später immer noch dumm da herum? (Damit Claire ihn töten und Alice die Führunsgriege in die Luft jagen kann).

Wieso kein Lasergitter wie im ersten Teil?

Ich könnte jetzt so weiter machen und bin mir sicher, wenn ich den Film in ein paar Monaten noch einmal anschauen werde, noch weitere hinzukommen werden… 😀

Wie gesagt, es ist ein Residen Evil Film, ich erwarte keine tiefgreifende Story und auch Logik ist zweitrangig. Schade ist nur, die Drehbücher aller sechs Teile sind von derselben Person (Milla Jovovichs Ehemann Paul W. S. Anderson, welcher auch bei den meisten Regie führte), eigentlich sollte er wissen was er in den bisherigen Teilen so geschrieben hat…

Schauspieler

Milla Jovovich ist Alice/Alicia Marcus

Sie ist das wertvollste, was die Menschheit besitzt. Sie ist einfach perfekt.

Ein Zitat aus dem Film Das fünfte Element und wer die bisherigen Resident Evil Filme kennt, weiß auch das sie für die Rolle Alice perfekt ist. Wie am Anfang schon erwähnt, würde ich jetzt nur ins Schwärmen kommen. Die Frau könnte 1 1/2 Stunden auf einem Stuhl sitzen und stricken und ich würde es mir anschauen. Daher gehe ich direkt weiter.

Ali Larter ist Claire Redfield
Wieso habe ich jetzt  Lust auf Kirschen mit Sahne?
Optisch ist sie mir zum ersten Mal in Final Destination 2 aufgefallen und das obwohl sie auch im ersten mitgespielt hat. In Jay und Silent Bob schlagen zurück war sie ganz in Lack zu sehen. Homo Erectus habe ich eigentlich nur geschaut um sie im Fellbikini zu sehen. In…

Jaaaa, sorry ich bin nun einmal ein Mann 😛

…Unterwäsche konnte man sie in Heroes sehen. In der Serie hat sie immerhin drei verschiedene Personen gespielt und dafür auch ein paar Nominierungen und Auszeichnungen bekommen. Da ist sie mir auch noch am besten in Erinnerung. Ich würde sie jetzt nicht als die Schauspielerin schlechthin bezeichnen, aber grundsätzlich macht sie ihre Sache nicht schlecht. Hin und wieder könnte sie ihren Rollen einen anderen Gesichtsausdruck geben. Allerdings fand ich sie noch nie als die perfekte Besetzung für Claire Redfield. Durch die gefärbten Haare kommt sie zwar nah ran, aber es hätte bestimmt optisch besser passende gegeben.

Shawn Roberts ist Albert Wesker
Ich kann mich erinnern, als ich Resident Evil zum ersten Mal spielte, mir Wesker suspekt vorkam und wer das Spiel kennt weiß das ich recht hatte. Wenn man sich die Auftritte von Wesker in den Filmen anschaut, muss ich sagen dazu gehört nicht viel ihn zu spielen. Man leiht sich von Laurence Fishburne den Stock, färbt sich die Haare blond, dunkles Outfit, Sonnenbrille und ein grimmiges Gesicht, Fertig! Könnte ich auch (will aber nicht)

Iain Glen ist Dr. Isaacs
Ich mag seine Rolle in Games of Thrones. Bei Resident Evil konnten wir jetzt drei (vielleicht auch vier) verschiedene Versionen von Dr. Isaacs sehen, welche von den Grundzügen her alle gleich, aber dennoch komplett verschieden sind. Jede kommt glaubhaft rüber, halte ihn daher für eine gute Wahl.

Von den Nebencharakteren ist jetzt niemand wirklich herausgestochen. Sie sind da, schießen etwas und sterben…

 

Meine Empfehlung, schaut euch den Film an er liefert genau das was man erwartet. Das Gehirn einfach auf die Kino-Grundfunktion, Popcorn zum Mund führen, reduzieren und Milla genießen
Kommen wir wieder zur Bewertung, ich sollte mir da vielleicht doch ein System überlegen und das nicht frei nach Schnauze machen 😛

Es ist ein Film mit Milla Jovovich, daher 5 von 5 Punkten…
OK etwas ernsthafter, die Story ist löchriger als ein Schweizer Käse. Dafür sind die Effekte und Action-Szenen sehr gut. Die Schauspieler sind zum größten Teil gut besetzt. Milla ist dabei, behält aber den ganze Film über ihre Kleidung an…
Im großen und ganze genau das was ich erwartet habe. Daher würde ich sagen 3,5 von 5 möglichen Punkten.

 

Da Alice eigentlich im Hauptteil jedes Filmes, ein neues Outfit trägt, meine Frage

In welchem Outfit gefällt euch Alice am besten?

 

 

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Man of Steel

Die Idee für diesen Blog geistert schon lange durch meinen Kopf, doch habe ich nie die Zeit gefunden ihn auch umzusetzen. Dann vor einigen Wochen habe ich einen Film gesehen und dachte mir, dies ist der Film mit welchem ich den Blog starten werde. Doch als ich dann im Kopf meine Rezension durchging, wurde mir schnell klar, sie baut auf meinen Meinungen der Vorgängerfilme auf…

Daher starten wir doch einfach mit Superman

Inhalt:

Der kryptonische Wissenschaftler Jor-El, schickt seinen neugeborenen Sohn Kal-El (der erste seit Jahrhunderten auf natürlichen Weg geborene Kryptonier) kurz vor der Zerstörung Kyptons, zur Erde. Zuvor hat er noch den Kodex, eine Sammlung der Genome aller Kryptonier, in seinen Zellen versteckt.

Auf der Erde wird der Junge von dem Ehepaar Kent gefunden und adoptiert. Schnell wird klar das Clark, wie er von seinen neuen Eltern genannt wird, kein normales Kind ist. Er besitzt Fähigkeiten, die kein anderer Mensch hat.

Nach dem Tod seines Adoptivvaters (welchen er mit seinen Kräften hätte verhindern können, es aber auf dessen Wunsch nicht tat um unerkannt zu bleiben), reist er viele Jahre durch die Welt um den Ursprung seiner Kräfte zu finden. Während der Reise hinterlässt er eine Spur von Heldentaten und geretteten Leben. Eines Tages kommt er an eine Ausgrabungsstelle, wo ein seltsames Objekt im Eis entdeckt wurde. Hier trifft er auch zum ersten Mal auf die Reporterin Lois Lane, welcher er auch direkt das Leben retten muss. Das Objekt stellt sich als ein abgestürztes kryptonisches Raumschiff raus, in dessen inneren er von einem Hologramm seines leiblichen Vaters, alles über seine Herkunft und Bestimmung erfährt.

Lois Lane die mehr über ihren geheimnisvollen Retter mit den Superkräften herausfinden möchte, verfolgt seine Spur zurück und steht so schließlich eines Tages bei den Kents vor der Tür. Zur selben Zeit erscheint der kyrptonische Verbrecher General Zod, zusammen mit seinen Gefolgsleuten, auf der Erde. Diese konnten durch die Zerstörung Kryptons aus ihrem Gefängnis fliehen und sind seit dem auf der Suche nach dem Kodex. Durch die Aktivierung des alten Raumschiffes, hat Clark sie unabsichtlich auf seine Spur gebracht.

Mit Hilfe des Kodex möchte Zod auf der Erde ein neues Kypton erschaffen und nur einer kann ihn aufhalten – Superman!

Rezension

Was Marvel kann, können wir auch, dachte sich DC und begann mit der Planung ihres Superhelden-Filmuniversums. Doch welcher Held sollte den Startschuss abgeben? Eigentlich keine Frage, der Held aller Helden, der Mann aus Stahl, Superman.

Als ich damals hörte es würde einen neuen Superman Film geben, freute ich mich, da es Superman war, der mich in die Welt der Superhelden einführte und daher immer mein Superheld schlechthin bleiben wird. Nach dem Desaster Superman Returns, konnte der Film eigentlich nur gut werden. Die ersten Bilder sahen gut aus, die Trailer machten auch Lust auf mehr. Dann schließlich sah ich den Film zum ersten Mal und war enttäuscht…

Keine Frage, ein Action-Spektakel mit viel Kampf und viel Zerstörung, Popcorn-Kino wie es der Zuschauer will, wenn man den Filmemachern glauben darf. Doch das ist nichts was ich in einem Supeman Film sehen will. Zig tausend Tote??? In einem Superman Film möchte ich nicht einmal einen sehen! Ein Superman Film soll mir Spaß bringen.

Jeden Tag eine gute Tat!

Nach dem Erfolg der düsteren Christopher Nolan Batman Trilogie, wollte man diesen Erfolg auch bei Man of Steel wiederholen, weswegen DC grünes Licht gab auch Superman dunkler darzustellen. Doch das funktioniert nicht! Für Batman ist es perfekt, er ist der dunkle Ritter. Ein „spaßiger“ Batman würde im Kino nicht funktionieren, was man auch deutlich in Batman Forever und Batman & Robin sehen kann. Aber Superman ist eine Lichtgestalt, das Symbol der Hoffnung, der Pfadfinder. Doch was macht dieser Held, er geht unkontrolliert auf seine Gegner los. Scheißegal wenn dabei ein halber Häuserblock eingerissen wird, wird schon keiner drinnen gewesen sein…

Auch der endgültige Sieg über Zod geht gar nicht. Superman würde eine Lösung finden und ihm nicht einfach das Genick brechen (er hat genug Kraft dafür, aber den Kopf oder sogar ganzen Körper zu drehen, nicht?).

Jonathan Kent, der Mann von dem Clark alle seine Werte gelernt hat, rät ihm indirekt beim nächsten mal seine Schulkameraden absaufen zu lassen, als zu riskieren entdeckt zu werden… OK passt zu diesem rücksichtslosen Superman.

Obwohl ich noch keines davon gelesen habe, bin ich mir The New 52 bewust und auch das es da Veränderungen gab. Es soll da jetzt wohl auch sehr viel Gewalttätiger zugehen…
Jedoch werden die Meisten Superman nur aus den bisherigen Filmen/Serien kennen und erwarten eben auch so einen Superman zu sehen.

Leider strotzt der Film dazu noch mit Logikfehlern, wenn sie nicht zu auffällig sind kann ich normalerweise über so etwas hinweg sehen. Doch hier sind es einfach zu viele, um mal ein paar zu nennen.

Krypton hat eine andere Atmosphäre als die Erde, eigentlich eine nette und sogar logische Idee. Doch was hat die Atmosphäre mit seinen Kräften zu tun? Es wurde auch im Film, mehrfach gesagt er hat seine Kräfte von unserer Sonne. Kaum ist er auf dem kryptonischen Schiff, sind seine Kräfte weg, warum? Kommt mir jetzt nicht mit, da ist er ja auch nicht der Sonnenstrahlung ausgesetzt. Einmal dürfte er dann auch Nachts keine Kräfte haben (laut den Comics speichern seine Zellen die Strahlung), aber selbst wenn es an der keine Sonnenstrahlung im Schiff liegt, warum sind sie dann plötzlich wieder da, nachdem das Jor-El Hologramm die Atmosphäre angepasst hat? In die andere Richtung ein ähnliches Problem. Die Kryptonier tragen ihre Schutzanzüge mit ihrer Atmosphäre. Dürften also dem Film nach keine Kräfte haben, doch oh Wunder natürlich haben sie die Kräfte dennoch, nur eben etwas eingeschränkt.

Bleiben wir bei Kräften, wieso hat Clark Probleme in dem alten Schiff gegen diesen Roboter anzukommen? Dieser wurde auf Krypton gebaut, wo Kryptonier kaum mehr Kräfte als wir Menschen auf der Erde haben. Er mag natürlich um einiges Stärker als ein Mensch sein, aber stärker als Superman?

Altes Schiff, Jor-El gibt seinem Sohn zwar einen Datenstab mit, aber keine Möglichkeit diesen zu lesen (es sei den Clark hat es in all den Jahren nie an seiner Kapsel probiert), was wäre gewesen wenn Clark das Schiff nie gefunden hätte? Oder anders gefragt, woher wusste Jor-El überhaupt von dem Schiff? Auch das sich die Technologie in den min. 18.000 Jahren nicht geändert hat, fällt mir schwer zu glauben.

Naja, nach so viel Negativen, auch mal ein paar positive Sachen.

Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? – Nein, nur ein Typ in Strumpfhosen.

Mal abgesehen von dem S auf seiner Brust, gefällt mir das neue Outfit von Superman sehr gut. Es passt zur Grundstimmung des Filmes. Es würde sehr lächerlich wirken, wenn er Zod in einem Spandex-Anzug gegenüber treten würde.

Auch mag ich Filme in denen kleine Ostereier für Fans versteckt sind. Hier mal zwei dir mir schon beim ersten sehen aufgefallen sind.
Das Jor-El Hologramm zeigt Clark eine grafische Darstellung seiner Reise zur Erde. Die Kapsel sieht da allerdings nicht wie seine aus, sondern viel mehr wie die aus dem ersten Superman Film. Auch das Clark, nachdem er die Herkunft seiner Kräfte erfahren hat, nicht sofort los fliegt, sondern erst einmal nur weite Sprünge macht, ist so eine Anspielung. Den in den ersten Comics konnte Superman noch nicht fliegen, sondern nur weit springen (wenn nötig auch über einen Ozean).
Doch auch für nicht Fans, gibt es Anspielungen. Superman und Zod kämpfen auf einer Baustelle. Dabei wird Superman gegen ein Schild geworfen, 106 Tage ohne Unfall. Durch den Aufprall fallen die 1 und die 6 ab, was allerdings nur für eine Sekunde zu sehen ist.

Auch die wichtigen Charaktere und ihre Beweggründe finde ich sehr gut in dem Film dargestellt Insbesondere Zod gefällt mir um Längen besser, als der aus den ersten beiden Superman Filmen mit Christopher Reeve. Das war damals einfach nur ein machthungriger Kerl ohne wirkliche Tiefe. Ich will herrschen, egal über was!
Der neue Zod macht nur wofür er genetisch erschaffen wurde, den Fortbestand seines Volkes sichern, egal mit welchen Mitteln. Wodurch man versteht, warum er tut was er tut.

Was natürlich sehr hilfreich für einen guten Charakter in einem Film ist, sind die Schauspieler. Auch diese gefallen mir weites gehend.

Schauspieler

Henry Cavill ist Kal-El/Clark Kent/Superman
Es wird für mich immer nur einen wahren Superman geben – Christopher Reeve. Jeder andere der diese Rolle spielt, wird es daher sehr schwer haben. Dean Cain konnte mich in der Superman Serie noch überzeugen, ebenso Tom Welling als Clark Kent in Smallville. Ich bin jedoch froh das man ihn nie wirklich als Superman gesehen hat, denn ich glaube das wäre nichts gewesen was mir gefällt. Zuletzt der absolute Superman Tiefpunkt, Brandon Routh in Superman Returns, eine absolute Fehlbesetzung (nicht die einzige in dem Film). Es liegt vermutlich an seiner Schauspielkunst, denn als Ray Palmer alias Atom im DC Serienuniversum überzeugt er mich auch nicht. Um ihn geht es aber auch nicht…
Ich bin zur Sicherheit gerade noch seinen Eintrag in der IMDB durchgegangen, Man of Steel ist der erste Film/Serie den ich mit Henry Cavil gesehen habe. Kann daher nicht sagen wie er andere Rollen spielt.

Der Film ist nun einmal was er ist und hätte er Superman in Superman 1-4 gespielt, wurde ich (vermutlich) auch von einer Fehlbesetzung sprechen. Für diesen Superman, halte ich ihn jedoch für eine sehr gute Wahl. Er ist (der düstere) Superman.

Er ist übrigens nicht der einzig neue Superman dieser Tage. Nachdem sowohl Man of Steel also auch Batman v. Superman nicht den erwünschten Erfolg erzielt hat. Hat DC die Regel für das DC Serienuniversum gelockert, welche besagte die großen Drei (Superman, Batman, Wonder Woman) dürfen nicht zu sehen sein. Daher stattet Superman, hier gespielt von Tyler Hoechlin, seiner Cousine Supergirl in deren zweiten Staffel, welche zur Zeit in der USA läuft, auch einen Besuch ab. Schauen wir mal 🙂

Amy Adams ist Lois Lane
Wir hatten Margot Kidder, Teri Hatcher, Erica Durance und schließlich Kate Bosworth. Alles schöne Frauen und abgesehen von Kate Bosworth auch tolle Lois Lanes. Jetzt Amy Adams, ich bin vielleicht nicht ganz Objektiv da sie genau meinen Typ trifft, aber für mich die beste Lois Lane  ever. Sie steht nicht nur da und wartet auf Rettung, sie greift aktiv in die Geschehnisse ein und streng genommen rettet sie den Planeten.

Aus dem Stegreif fallen mir drei Filme ein, in welchen ich Amy Adams bereits gesehen habe. Verwünscht, Nachts im Museum 2 sowie Die Muppets (ein Blick bei IMDB verrät mir, das ich noch mehr mit ihr gesehen habe, da ist sie mir gerade aber nicht im Gedächtnis). Eine Märchenprinzessin welche mit der realen Welt konfrontiert wird, die lebendig gewordene Wachspuppe einer Fliegerpionierin sowie die verständnisvolle Freundin. Alles sehr unterschiedliche Rollen und auch wenn es schon ein paar Jahre her ist, dass ich die Filme gesehen habe, hat sie meiner Erinnerung nach alle Rollen sehr überzeugend gespielt. Sie ist einfach eine gute Schauspielerin, welche ihre Rollen sehr glaubhaft spielt. Kann man auch an ihren Nominierungen (allein 5 mal für den Oscar) und Preisen sehen.

Das ganze war nicht ihr erster Ausflug in die Welt von Superman. In der siebten Folge der ersten Staffel von Smallville, hat sie bereits eine Mitschülerin (und den Meteorfreak der Woche) von Clark gespielt.

Michael Shannon ist General Zod
Terence Stamp und Callum Blue haben die Rolle bereits gespielt. Er ist der Bösewicht und für normale Menschen (zu denen ich mich mal zähle), ist es schwer seine Handlungen nachzuvollziehen. Wenn einem das in einem Film dennoch gelingt, zeigt dies nicht nur von guten Autoren, sondern auch einem guten Schauspieler.

Wieder der Blick in die IMDB, dort sehe ich mehre Filme die ich gesehen habe und in denen er mitgespielt hat. Da es alles Nebenrollen waren, ist er mir nicht wirklich im Gedächtnis geblieben. Daher kann ich nur sagen, er hat mir als Zod gefallen.

Laurence Fishburne ist Perry White
Jackie Cooper, Lane Smith, Michael McKean und Frank Langella waren bereits der Chef des Daily Planet, jetzt übernimmt Morpheus diesen Posten.

Natürlich habe ich Matrix gesehen und fand die Darstellung von Morpheus damals sehr steif, wobei es gut zur Rolle passte und ich daher dachte es wäre Absicht. Dann jedoch übernahm er eine Hauptrolle bei CSI und ich war froh das er nach 2 Jahren wieder ausstieg, da er es nicht schafte seine Figur mit Leben zu erfüllen. Daher war ich sehr überrascht, das ihm vor Man of Steel, wohl jemand den Stock aus dem Hintern gezogen hat. Es ist nur eine Nebenrolle, mir wenig Filmminuten, dennoch schaft er es einen glaubhaften und sympathischen Charakter herüber zu bringen. Etwas was ihm in 62 Folgen CSI nicht gelungen ist.

OK, ich muss es jetzt ansprechen, seine Hautfarbe…
Für viele Fans ein NoGo. er ist in den Comics ein weißer, also muss es auch in den Filmen so sein. Wir haben es hier mit einer, eigentlich positiven, Entwicklung zu tun, die ins besonders Comicverfilmungen betrifft. Die meisten Comics und damit auch die Figuren, sind zu einer Zeit entstanden als Schwarze Menschen noch offiziell Bürger zweiter Klasse waren. Was sich natürlich auch in den Comics widerspiegelte Wer kann mir einen schwarzen Superhelden nennen?
Wenn man sich jetzt also genau an die Comics halten würde, könnte man dem Film Diskriminierung vorwerfen. Ich persönlich bin niemand mit Rassendenken, wir sind alle Menschen und stammen von derselben Ursuppe ab. Wenn ein Schauspieler gut in die Rolle passt (wie in diesem Fall) ist mir die Hautfarbe egal.
Anders sieht es aus, wenn es zu offensichtlich ist, dass man einen Schwarzen genommen hat um einen Schwarzen zu haben. Hier fällt mir als Negativbeispiel Supermans Cousine ein. In der Serie Supergirl, tritt auch die bereits aus den Superman Comics bekannte Figur James „Jimmy“ Olsen auf. Ist er in den Comics ein kleiner, weißer, rothaariger Junge, haben wir es bei Supergirl plötzlich mit einem großen, durchtrainierten, schwarzen Mann zu tun, welcher nichts mit der Comicfigur gemein hat. Man hätte ihm nur einfach einen anderen Namen geben müssen und niemand hätte sich daran gestört. Denn diese Figur ist nicht Jimmy Olsen und es ist auch nicht zwingend nötig das sie es ist.
Marvel hat es vor einiger Zeit richtig gemacht, dort ist in der einen Comicreihe Spiderman gestorben und der neue in dem Kostüm war ein Schwarzer. So kann man einem beliebten Helden eine andere Hautfarbe geben ohne einen Charakter zu ändern.
Aber ich schweife schon wieder ab…

Russell Crowe ist Jor-El
Etwa 15 Millionen Dollar (4 Millionen Gage, der Rest Gewinnbeteiligung) bekam Marlon Brando als er Jor-El in Superman 1 & 2 spielte (heute wären es aufgerechnet etwa 55 Milionen). Da es zu einem Rechtsstreit wegen der Gewinnbeteiligung kam, wurden die ganzen  Szenen, welche bereits für den zweiten Teil gedreht waren, noch nicht einmal verwendet. Ob Russel Crowe genauso viel bekam, kann icht nicht sagen, ich stelle gerade nur fest ich habe noch nie einen Film mit ihm gesehen, was ich jetzt nicht dachte.

Kevin Costner ist Jonathan Kent & Diane Lane ist Martha Kent
Robin Hood, Der mit dem Wolf tanzt, Waterworld, Perfect World, Bodyguard, Feld der Träme, Die Unbestechlichen,…  Auch das hätte ich jetzt nicht gedacht, aber Kevin Costner ist tatsächlich derjenige wo ich die meisten anderen Filme gesehen habe. Er spielt den Farmer aus Kansas gut. Doch wie bereits erwähnt, gefällt mir der Charakter in diesem Film nicht. Das er um seinen Sohn zu schützen, lieber stirbt, als sich von ihm retten zu lassen, passt. Aber dieses, vielleicht wäre es besser sie sterben zu lassen, als sie zu retten, überhaupt nicht. Joantahn Kent hätte ihm gesagt das er richtig gehandelt hat, aber auch ermahnt er müsse besser aufpassen um nicht entdeckt zu werden…
Zu Diane Lane kann ich auch nicht viel Sagen, habe Filme mit ihr gesehen, aber nicht wirklich in Erinnerung. Als liebende Mutter macht sie eine gute Figur.

Alles in allem, finde ich die Auswahl der Schauspieler mehr als gelungen, was ein großer Pluspunkt für den Film ist. Üblicherweise  beendet man so eine Rezension mit einer Bewertung, also will ich mich auch mal daran probieren.
Ein dickes Minus gibt es für den neuen Superman (die Figur, nicht der Schauspieler), der Humor kommt mir zu kurz, viel zu viel Tote und Zerstörung und noch ein paar Kleinigkeiten. Dennoch wurde ich gut unterhalten, die Schauspieler passen sehr gut und wenn ich mal meine Vorstellung von einem Superman Film zur Seite schiebe, ist es ein guter Film. Daher gebe ich mal 3 von 5 Punkten.

Damit wären wir fast am Ende, aber ich möchte noch eine kleine Geschichte zu besten geben. Immer wieder wird bemängelt, dass nur weil Clark Kent eine Brille trägt, er nicht erkannt wird.
Ich habe mal in einer neuen Firma angefangen. Mit dem Büro hatte ich anfänglich nicht viel zu tun, kannte die Leute also nur vom sehen. Zwei junge Frauen haben in dem Büro gearbeitet. Die eine von beiden war, im Gegensatz zu der anderen, dass was man als Mauerblümchen bezeichnet. Den einen Tag war die eine da, dann wieder die andere. Eines Tages habe ich zuerst die Eine gesehen und etwas später die Andere und dachte ah Heute sind mal beide da. Doch dann viel mir auf, die trägt ja dasselbe wie die andere??? Um es kurz zu machen, im Büro hat nur eine Frau gearbeitet und je nachdem was sie gemacht hat, hat sie eben eine Brille getragen. Seit damals sage ich, ja das mit der Brille kann funktionieren…

Nachdem ihr euch durch meine Meinung gekämpft habt, möchte ich noch eure hören.

Welche Schauspielerin ist die beste Lois Lane?

 

(die alten s/w Filme und die Serie Superboy wurden absichtlich nicht mit einbezogen. Erstere weil ich sie noch nie gesehen habe und bei Superboy es über 20 Jahre her ist.)

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